Der Norden und der Süden sind in Vietnam zwei verschiedene Reisen. Zwischen den beiden Kursorten liegen rund 1.100 Kilometer und knapp zwei Flugstunden. Im Norden entscheidest Du Dich für Geschichte, Berge und einen kühlen Winter, im Süden für Tempo, Tropen und das Mekong-Delta vor der Tür.
Hanoi ist die ruhigere von beiden. Tausend Jahre Hauptstadt, und das merkst Du am Takt der Stadt. Nach dem Unterricht liegen der Literaturtempel mit Vietnams ältester Universität und die Cafés von Tay Ho am Westsee vor Dir. Abends spielt in der Altstadt das Wasserpuppentheater auf einer Bühne aus Wasser. Am Wochenende bist Du in zwei Stunden in der Halong-Bucht, und wer eine Nacht im Zug verbringt, wacht in Sapa zwischen den Reisterrassen auf. Die Zeit dafür läuft von November bis April, im Januar mit einem echten Winter.
Der Süden ist das laute, warme Vietnam. Ho-Chi-Minh-Stadt, bei uns im Kurstitel noch unter ihrem alten Namen Saigon geführt, bleibt das ganze Jahr tropisch. Trocken ist es von Dezember bis April. Nach dem Unterricht sind es ein paar Minuten in den District 1, wo das War Remnants Museum den Krieg aus vietnamesischer Sicht erzählt. Wenn abends die Hitze nachlässt, füllt sich der Tao-Dan-Park mit der halben Nachbarschaft beim Sport. Am Wochenende entscheidet, was Dich hergebracht hat: Wer die Zeitgeschichte weiterverfolgen will, fährt zu den Cu-Chi-Tunneln, wo derselbe Krieg unter der Erde geführt wurde. Wer aus der Stadt heraus will, nimmt das Boot ins Mekong-Delta, wo der Markt auf dem Wasser stattfindet.
Ein Unterschied liegt im Unterricht selbst. In Hanoi lernst Du derzeit an sogenannten Immersion Locations, im Café statt im Klassenzimmer. In Ho-Chi-Minh-Stadt hat die Schule eigene Räume, zentral im Bezirk Bình Thạnh. Reinen Einzelunterricht über zehn Tage gibt es bei uns in Hanoi.
Zwei Städte, zwei Aussprachen: Mit dem Kursort wählst Du beim Bildungsurlaub in Vietnam auch, welches Vietnamesisch Dir ins Ohr geht.